Kategorie: News

Online-Jahrestagung 2021

 

Programm

 

Donnerstag, 14.1.2021, 14:00-19:00 Uhr 

13:30 – 14:00 Ankommen in Zoom

14:00 – 14:30 Begrüßung und Einführung von Manuel Zahn

14:30 – 15:30 Research Mural Walk mit Beiträgen von

  • Stefanie Johns
  • Notburga Karl
  • Michaela Kaiser
  • Gesa Krebber
  • Jana Tiborra

15:30 – 16:00 Pause

16:00 – 17:00 Forschung im Entwurf: Kurzvorträge von

  • Nadia Bader: Potenziale einer Arbeit an/mit Tutorial Videos in der Kunstlehrer*innenbildung
  • Alexander Henschel: Zur Mehrfachbedeutung des Fremdheitsbegriffs im kunstpädagogischen Diskurs
  • Torsten Meyer: Quasi-Subjekt und algorithmische Medienkulturen

17:00 – 17:30 Pause

17:30 – 18:30 Gesprächsforum I: Kunst, Pädagogik und Digitalisierung mit Kurzimpulsen von Christine Heil und Marc Fritzsche als Gesprächsanlässe und danach Gespräch im Plenum

18:30 – 19:00 Ausklang

Freitag, 15.1.2021, 13:00-18:30 Uhr

12:30 – 13:00 Ankommen in Zoom

13:00 – 14:00 Laufende Forschungsprojekte I: Kurzvorträge von

  • Jasmin Böschen: Der Fall mit dem Fall. Spuren von Erfahrung im Smartphone-Film
  • Lennart Kraus: Im Gegen Satz – der Essay als didaktische Form
  • Karl-Josef Pazzini: Sexualität und Wissen für Kunst und Pädagogik

14:00 – 14:30 Pause

14:30 – 15:30 Laufende Forschungsprojekte II: Kurzvorträge von

  • Lukas Sonnemann: Bild(er)ordnung(en) – visuelle Syntagmatik und Bilderfahrung im Medium Ausstellung
  • Andrea Sabisch: Bildlichkeit, Montage, Affizierung, Responsivität
  • Andreas Brenne: Symbolhandeln von Kindern in der postdigitalen Gesellschaft

15:30 – 16:00 Pause

16:00 – 17:00 Gesprächsforum II: Kunst, Pädagogik und demokratiebildende Perspektiven, mit Kurzimpulsen von Ansgar Schnurr und Manuel Zahn als Gesprächsanlässe und danach Gespräch im Plenum

17:00 – 17:15 Pause

17:15 – 18:00 Abschluss: Austausch zu Berührungen und Schnittmengen gemeinsamer Forschungsinteressen sowie zu Blinden Flecken

18:00 – 18:30 Ausklang
 

Abstracts

 
Donnerstag, 14.1.2021, 14:00-19:00 Uhr

Nadia Bader: Potenziale einer Arbeit an/mit Tutorial-Videos in der Kunstlehrer*innenbildung
Tutorial-Videos können als aktuelles, (pop-)kulturelles Phänomen gelten. Eine Diskussion und Untersuchung aus kunstpädagogischer Perspektive erscheint gerade angesichts pandemiebedingt beschleunigter, digitaler Entwicklungen an Schulen und Hochschulen lohnenswert. Der Beitrag skizziert Ideen und Ansätze zu einer forschend-reflexiven Arbeit an/mit Tutorial-Videos in kunstdidaktischen Seminaren in der Lehrer*innenbildung. Anhand verbaler und non-verbaler Äußerungen können beispielsweise implizite Orientierungen der Vermittler*innen aufgespürt sowie mögliche Potenziale und Grenzen des Einsatzes von Tutorial-Videos im Kontext des Kunstunterrichts diskutiert werden.

Alexander Henschel: Zur Mehrfachbedeutung des Fremdheitsbegriffs im kunstpädagogischen Diskurs
Die Begriffsgeschichte des Ausdrucks „fremd“ zeugt von Mehrfachbedeutungen und widersprüchlichen Verwendungsweisen. Spuren dieser Geschichte entfalten im kunstpädagogischen Diskurs entsprechend unterschiedliche Wirkung. Im Beitrag geht es darum, verschiedene Verwendungsweisen, Bedeutungsebenen und rahmende Logiken des Fremdheitsbegriffs zu sortieren und Überlegungen zu deren Wechselwirkung im kunstpädagogischen Kontext anzustellen.

Torsten Meyer: Quasi-Subjekt und algorithmische Medienkulturen
Vor dem Hintergrund von Jacques Lacans Modell des psychischen Apparates als Verknüpfung von Realem, Symbolischen und Imaginärem könnte man einerseits sagen, dass Kunst(objekte) solche Zusammenhänge von Realem, Symbolischen und Imaginärem knüpfen und deshalb möglicherweise auch als im Rahmen einer Actor Network Theory als Quasi-Subjekte zu verstehen sein könnten. Darauf fußt möglicherweise die Idee der ästhetischen Bildung. Ein ganz anderer Zusammenhang der Verknüpfung von Realem, Symbolischen und Imaginärem geschieht mittels der Quasi-Subjekte, die die algorithmische Medienkultur in Form von Suchmaschinen, Werbealgorithmen, Buchempfehlungen, Partnerbörsen und anderen künstlichen Intelligenzen produziert.
Diese Zusammenhänge finde ich interessant. Ich weiß selbst noch nicht wofür.

Freitag, 15.1.2021, 13:00-18:30 Uhr

Jasmin Böschen: Der Fall mit dem Fall. Spuren von Erfahrung im Smartphone-Film
Der Kurzvortrag skizziert die Grundzüge meines Promotionsprojekts mit dem Arbeitstitel „Film-Bildung mit dem Smartphone. Medienästhetische Annäherung an eine neue Bildlichkeit“. Mir geht es darum, auszuloten, inwiefern sich Erfahrung im Machen von Smartphone-Filmen erforschen lässt. Zudem wird befragt, wie im Filmen mit dem Smartphone bestehende Vorstellungen von Film neu ausgehandelt werden und eine neue Bildlichkeit entwickelt wird.

Lennart Kraus: Im Gegen Satz – der Essay als didaktische Form
Seit einiger Zeit werden erneut Methoden künstlerischer Untersuchungen diskutiert, die sich sowohl im Kunstfeld als auch vermehrt in Ökonomie- und Bildungskontexten beobachten lassen. Durch die essayistische Form wird hier Assoziatives, Bruchhaftes und Fragwürdiges in erkenntnisorientierten Erzählungen zusammengesetzt. Was dabei evoziert wird, kann als Autodidaktik des essayistischen Lesens, Schreibens und Produzierens umschrieben werden.

Karl-Josef Pazzini: Sexualität und Wissen für Kunst und Pädagogik
Die Kunstpädagogik war schon immer erotischer und sexueller als andere Fächer, gerade auch in den verkitschten Formen.
Wissen muss immer wieder umschrieben werden. Insbesondere wegen der momenthaften und rätselhaften Formen des Bewusstseins und dem vielen unbewussten Wissen, das nicht weniger wird.
In Anlehnung an Freud und Lacan argumentiert Alenka Zupančič, dass sich Sexualität am Punkt eines „Kurzschlusses“ dessen, was ist (Ontologie), und der Weisen, wie man es vernehmen, denken und wissen kann (Epistemologie) befindet.
Die Konjunktion von Sexualität und Wissen bringt kaum etwas hervor, das vorweg klar ist oder eine Emanzipation garantiert. Die Verbindung ist um eine grundlegende Negativität herum strukturiert, um etwas, das niemand genau wissen kann. Sie berührt das Unbewusste und versucht es kenntlich zu machen. Das macht Angst, Zögern, Erwartungsdruck, Abwehr, Vorfreude und Freude. Viele ahnen, dass der Orgasmus eine Berührung von Sein und Wissen ist: Kaum eines positiven, affirmierbaren Wissens. Sexualität entzieht sich bei ihrer Bestimmung, sie überschreitet. Kunst macht eine ähnliche Struktur. Sexualität ist wie Kunst weniger als Natur. Sie muss wohl mehr sein.

Lukas Sonnemann: Bild(er)ordnung(en) – visuelle Syntagmatik und Bilderfahrung im Medium Ausstellung
In meinem Promotionsprojekt beschäftigte ich mich mit bildlichen Übergängen in Kunstausstellungen. Wie lassen uns Konstellationen von Bildern an spezifischen Orten, bekannt, anders oder neu sehen? Wie lassen sich Relationierungsweisen von Bildern theoretisch beschreiben und empirisch erforschen? Wie andere Weisen der Ordnung, jenseits von konventionalisierten Formen oder semiologischen Modellen beschreiben?

Andrea Sabisch: Bildlichkeit, Montage, Affizierung, Responsivität
In bildlichen und filmischen Darstellungen werden unsere Blicke gelenkt, unsere Aufmerksamkeit allererst erzeugt und fortwährend verschoben, Gestalten gebildet und Sinn generiert. Insofern kann man sagen, dass Medien unsere Erfahrungen formieren. Sie bilden Zwischenräume, in denen wir interagieren und die uns ausrichten. Die Frage, wie dies geschieht, ist jedoch seltsam unerforscht. Wie verschränken sich bewegte Bilder mit Subjekten und Sozialitäten? Wie affizieren sie, wie geben sie zu denken, wie formatieren sie? Welche Techniken und Strategien der Kopplung erscheinen dabei im pädagogischen Kontext interessant? Wie lassen sich Veränderbarkeiten des Sehens, Denkens, Wahrnehmens erkennen, darstellen und erforschen, wenn Montagepraktiken des Digitalen beispielsweise unsichtbar bleiben und unbewusst ablaufen?

Andreas Brenne: Symbolhandeln von Kindern in der postdigitalen
Kinder setzen sich in vielfältiger Weise mit ihrer Lebenswelt auseinander – dabei spielt Symbolhandeln (Aby Warburg) eine zentrale Rolle. Weltzusammenhänge sind in dieser Form kommunikabel, und können Gegenstand einer diskursiven und kollaborativen Sinnproduktion sein. Wenn, wie entsprechende Ansätze nahelegen, das Postdigitale unsere Gesellschaft maßgeblich prägt, so müssten sich auch Kinder alltäglich in und mit Symbolen mit diesem auseinandersetzen.
In diesem Kontext sind zwei Forschungsprojekte angesiedelt (in Kooperation mit Prof. Dr. Florian Eßer, Uni Osnabrück), die im Rahmen eines Kurzvortrags kurz skizziert werden. Ziel der vorgestellten Projekte ist es, im Rahmen eines kunst- und medienpädagogischen Settings, den Umgang von Kindern mit digitalen Medien zu beobachten, die symbolische Ebene dieses Handelns aufzuschließen und hierdurch zu rekonstruieren, wie sich Kinder (ihre) postdigitale Welt erschließen.

Tagung „Mikroformate“ 27.-29.6.2019

Die Tagung beschäftigt sich mit ästhetischen Formen der Verkürzung und Verdichtung, wie sie sich in den aktuellen Rezeptionspraktiken der Medienkultur (aber nicht nur da) beobachten lassen. Die kurze Form, wie sie beispielsweise schon Roland Barthes im Medium der Schrift reflektierte, ist in den vergangenen Jahren in den Kultur- und Medienwissenschaften extensiv für andere mediale Formate diskutiert worden. Wir wollen an diesen Diskurs anknüpfen und dabei gleichsam den Fokus verschieben, indem wir neben kurzen Mikroformaten vor allem auch die ästhetischen „Mikropraktiken“ der Rezipient*innen in den Blick nehmen.

Gegenwärtig finden sich zahlreiche medienkulturelle Phänomene, die sich als Mikroformate verstehen lassen – z.B. Gifs, Meme, Micromovies, Samples, Lernhäppchen u.a.m. Diesen kurzen Formen der Gestaltung und Wahrnehmung wollen wir uns aus theoretischer und empirischer Sicht annähern. Gerade bei aktuellen Rezeptionspraktiken im Internet State of Mind (Chan), bei denen Mikroformatierungen – unabhängig von der Ausgangslänge der Materialien – zu beobachten sind, gilt es, die Rezeptions- mit der Produktions- bzw. Produzent*innenperspektive zu verknüpfen. Bei der Tagungskonzeption gehen wir daher von einem komplexen und wechselseitigen Bestimmungsverhältnis von Rezeptionspraktiken und der Weiterentwicklung von Medienformaten und (Re-)Produktionspraxen aus. Die Tagung wird von Studierenden verschiedener Studiengänge (Intermedia, Kunst, Musik) inhaltlich aktiv mitgestaltet.

Mit Beiträgen und Workshops u.a. von Patrick Bettinger, Lisa Gotto, Theo Hug, Kai Kaspar, Helmke Jan Keden, Katja Lell, Daniela Neuhaus, Matthias Padszierny, Stephan Porombka, Noemie Stähli, Niklas Stockel.

Veranstalter*innen
Patrick Bettinger, Sandra Hofhues, Kai Kaspar, Peter Moormann, Manuel Zahn
Universität zu Köln, Humanwissenschaftliche Fakultät

Kontakt
mikroformate-tagung@uni-koeln.de

Anmeldung und nähere Informationen
http://kunst.uni-koeln.de/mikroformate

In Kooperation mit der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung

Mitgliederversammlung am 9.6.2018

Die nächste Mitgliederversammlung der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung findet statt im Rahmen der Tagung „Because Internet“ (7.-9.6.2018) an der Universität zu Köln am 9.6.2018, 13:00-16:00 Uhr. Nähere Informationen zur Tagung und Anmeldemöglichkeiten finden sich unter kunst.uni-koeln.de/becauseinternet

Workshop-Reihe: Ästhetische Praxis als Medienkritik

Reflexionen kritischer Praxis im Horizont digitaler Medienkulturen

Das Projekt Ästhetische Praxis als Medienkritik untersucht vor dem Hintergrund der Herausforderungen der postdigitalen Gesellschaft aktuelle Formen und Praxen von Kritik. Es besteht aus einer Serie von vier interdisziplinären Workshops, die auf der Basis einer Bestandsaufnahme jugendkultureller, ästhetischer Medienpraxis ausgewählte Künstler*innen in den Blick nimmt, mit dem Ziel, deren künstlerische Praxis und ästhetische Reflexionen als medienkritische Praxis für den erziehungswissenschaftlichen Diskurs (insb. Ästhetische Bildung und Medienpädagogik) zu erschließen. Leitende These dabei ist, dass die künstlerischen Arbeiten Aufschluss darüber geben, wie kritische Praxis in der postdigitalen Medienkultur verstanden werden kann und dementsprechend in medienbildungstheoretischer Perspektive Medienkritik überdacht werden muss.
Das Projekt kooperiert mit Dr. Harald Gapski vom Grimme-Institut, der Kuratorin und Kunstvermittlerin Konstanze Schütze (agency art education, Kassel/Berlin) und dem Forschungsprojekt von Prof. Dr. Torsten Meyer zur Post-Internet Arts Education (Institut für Kunst & Kunsttheorie, Universität zu Köln).

Ort
Universität zu Köln, Humanwissenschaftliche Fakultät, Institut für Kunst & Kunsttheorie, Gronewaldstrasse 2, Block B, Rm 2.212

Termine
WS #1: Digitale Jugendkulturen und Medienkritik, Fr/Sa 20./21.10.2017
WS #2: Ryan Trecartin: Affirmation, Intensität und Kritik; Fr/Sa 17./18.11.2017
WS #3: Christopher Kulendran Thomas: Hyperrealität, Spekulation und Kritik; Fr/Sa 08./09.12.17
WS #4: Ästhetische Praxis als Medienkritik; Fr/Sa 12./13.01.2018

Anmeldung/Kontakt
Prof. Dr. Manuel Zahn, mzahn@uni-koeln.de, Tel.: 0221-470-4704

Nachwuchskolloquium der Schweizerischen Fachgesellschaft für Kunstpädagogik

Die mit der Wisseneschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung international vernetzte Schweizerische Fachgesellschaft für Kunstpädagogik SFKP/SSPA hat zum Ziel, den fachlichen Austausch auf nationaler und internationaler Ebene zu stärken und die Kunstpädagogik in der Schweiz als wissenschaftliche Disziplin zu fördern. Sie verfolgt dieses Ziel als unabhängiger Verein, der in kontinuierlichem Kontakt mit den Hochschulen steht.

Am 21.10.2017 veranstaltet die SFKP/SSPA ein Nachwuchskolloquium an der ZHdk Zürich: multiperspektivisch hybrid?

Teaser Programm

Publikation: Übertrag. Kunst und Pädagogik im Anschluss an Karl-Josef Pazzini

Nach langer Produktionszeit ist kürzlich der 2. Band der Schriftenreihe Kunst Medien Bildung, zurückgehend auf die Tagung “nachbild[ ]vorbildern” anlässlich der Emeritierung von Prof. Dr. Karl-Josef Pazzini im September 2015 im Warburg-Haus Hamburg erschienen:

Torsten Meyer / Andrea Sabisch / Ole Wollberg / Manuel Zahn (Hrsg.): Übertrag. Kunst und Pädagogik im Anschluss an Karl-Josef Pazzini. München: kopaed 2017 (Kunst Medien Bildung 2)

In der Bildenden Kunst haben sich Menschen in historisch und kulturell unterschiedlichen Arten und Weisen einen besonderen Bereich der Bildung vor Bildern geschaffen. Karl-Josef Pazzini versteht Bildende Kunst immer auch als Forschung zur Verfassung und Beschreibung des Subjekts auf dem Weg zum Anderen und vom Anderen. Künstlerische Arbeiten werden in dieser Perspektive nach möglichen Auskünften über subjektive Bildungsprozesse, ihre Bedingungen und Dimensionen befragt und gleichzeitig als widerständige, störende, affizierende Dinge zum Anlass wieder anderer Bildung(en). Er hat diese These in seiner kunstpädagogischen Lehre und Forschung in der Konfrontation mit vielen Bildern und Kunstwerken erprobt, mit Theoretisierungen versehen und in den kunstpädagogischen Diskurs eingebracht. Das in 2015 erschienene Buch Bildung vor Bildern. Kunst – Pädagogik – Psychoanalyse zeugt davon.

Die Beiträge des hier vorliegenden Sammelbands befragen im Anschluss daran die theoretische Ausrichtung des Zusammenhangs von Kunst und Pädagogik. (Ehemalige) Studierende, Schüler*innen und Kollegen*innen von Karl-Josef Pazzini aus dem Feld der Kunstpädagogik reflektieren ihre individuellen Bezüge zu seinen Arbeiten und kalkulieren den Übertrag in die eigene Lehr- und Forschungsarbeit.

 

Inhalt

 

Herausgeber*innen

Einleitung

 

Karl-Josef Pazzini

Zufall

 

Torsten Meyer

Die Stimmung des 21. Jahrhunderts. Methodologische Einführung

 

Silvia Henke

Reminiszenz und eine Erfahrung im Modus der Bildhaftigkeit

 

Sonja Andrykowski

Weitere Überlegungen zu Salla Tykkäs »Lasso« – Drei Perspektiven auf die Schnittstelle. Kommentar zum Beitrag von Silvia Henke

 

Manuel Zahn

Bildschirme. Medienökologische Perspektiven auf das (in)dividuelle Phantasma in der aktuellen Medienkultur

 

Sven Scharfenberg

Ein Plädoyer für die Unterscheidung zwischen Objektivation und Dispositiv. Kommentar zum Beitrag von Manuel Zahn

 

Rahel Puffert

Vom Bild gelassen den Raum betreten

 

Stefanie Johns

Oszillierende Bildkondensate. Kommentar zum Beitrag von Rahel Puffert

 

Andrea Sabisch

Zwischen Bildern und Betrachter*innen . Wie Bilder uns ausrichten

 

Hans-Christoph Koller

Bild(ungs)theoretische Anregungen. Kommentar zum Beitrag von Andrea Sabisch

 

Keike Mendt

Zwischenräumlicher Seh- und Denkversuch

 

Notburga Karl / Evelyn May

PPP

 

Andreas Brenne

„Die Kraft der Phantasie.“ Kommentar zum Beitrag von Notburga Karl und Evelyn May

 

Susanne Gottlob

„Schlitterlogik“ ‒ Eine Geste von Außen? Aby M. Warburg und die Frage der Ellipse

 

Heinrich Lüber

Ideenskizzen zu einer Performance anlässlich der Tagung nachbild[   ]vorbildern, September 2015 im Warburghaus Hamburg

 

Ole Wollberg

Bildungen des Ungewussten oder: How to do Anmut

 

Jasmin Böschen

Kollektives Ungewusstes in der künstlerischen Praxis Kommentar zum Beitrag von Ole Wollberg

 

Joana Faria

Lehren mit Risiken und Nachwirkungen. Reflexionen zum psychoanalytischen Konzept der Nachträglichkeit im Kontext von Lehr-, Lern- und Bildungsprozessen

 

Janes Heuer

Erfahrungen wi(e)der Erwarten. Kommentar zum Beitrag von Joana Faria

 

Insa Härtel

Sichtbarmachung – Magie – Wunscherfüllung. Zwei Denkfiguren und ein Fernsehprogramm

 

Ute Vorkoeper / Tanja Wetzel

Eindringlich (nichts) sehen. Über das Öffnen »paradoxaler Aufenthaltsräume«

 

Bernadett Settele

Relationale Bildungen. 
Kommentar zum Beitrag von Ute Vorkoeper und Tanja Wetzel

 

Eva Sturm

„[…] weil sie ohne die schwarzen nicht wissen, wer sie sind“

 

Katja Hoffmann

An der Festung rütteln: Aufforderung zur Erschütterung. Kommentar zum Beitrag von Eva Sturm

 

Gereon Wulftange

»Denn er wollte mich vielleicht fressen.«

 

Ole Wollberg

Phantastische Löwen-Väter – Gefahr im falschen Käfig. Kommentar zum Beitrag von Gereon Wulftange

 

Johannes M. Hedinger

Let’s get lost. Warum das Internet nicht den Untergang der abendländischen Kultur bedeutet und es uns zu kreativeren Menschen machen kann.

 

Pauline von Katte

We are lost – woher kommt die nächste Kunst? Kommentar zum Beitrag von Johannes M. Hedinger

 

Karl-Josef Pazzini

Bildung vor Bildern. Pornographie als Bilddidaktik?

 

Daniel Wolff

Plastische Anwendung. Kommentar zum Beitrag von Karl-Josef Pazzini

 

 

Schriftenreihe Kunst Medien Bildung eröffnet

cover_schatten_250-1Mit dem ersten Band zur Tagung where the magic happens ist die neue Schriftenreihe Kunst Medien Bildung im Auftrag der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung eröffnet:

Torsten Meyer / Julia Dick / Peter Moormann / Julia Ziegenbein (Hrsg.): where the magic happens. Bildung nach der Entgrenzung der Künste. München: kopaed 2016

Die Künste haben das Gefängnis ihrer Autonomie verlassen. Im fortgeschrittenen 21. Jahrhundert reicht der Gegenstand künstlerischer Aktivitäten über die traditionellen Grenzen der Fächer Kunst, Musik, Tanz, Theater usw. hinaus in den medienkulturellen Alltag und bis ins wissenschaftliche Experimentieren hinein. Die Zuständigkeiten für das Wahre, Schöne und Gute sind unklar geworden. In einer von kultureller Globalisierung geprägten Welt konturieren sich Praktiken der Produktion von Bedeutung zwischen Künsten, Moral, Wissenschaft, Recht und Politik.

Mit dem postautonomen Verständnis von Kunst gehen zwei Bewegungen einher: zum einen wird im Zuge eines konsequenten Weltlichwerdens die Grenze zwischen Kunst und Nicht-Kunst destabilisiert, zum anderen vernetzen sich die Künste untereinander. Transzendentale Bezugspunkte für die traditionellen Sparten der Hochkultur gibt es nicht mehr. Nicht mehr im Ideal eurozentrischer Klassik, noch in der Reinheit des ungestörten White Cubes, Konzert- oder Theatersaals. Kunst findet statt im Global Contemporary. Im Hier und Jetzt und auf dem Boden alltagskultureller Tatsachen.

Der Sammelband befasst sich mit den Methoden, Bedingungen, Möglichkeiten und dem „magischen Potential“ der Bildung an/durch/mit den Künsten vor dem Hintergrund eines sehr deutlich erweiterten Begriffs von Kunst – fokussiert auf Performance, künstlerische Forschung und aktuelle Medienkultur.

 

Inhalt

Torsten Meyer, Julia Dick, Peter Moormann, Julia Ziegenbein
Einleitung | 13

Julia Dick
Eröffnung | 21

Medienkultur

Stephan Porombka
Sekundentricks
Über Vines, GIFS und das Gelingen von kleinen Formen im Web 2.0 | 27

Manuel Zahn
„Wir stammen von Animationen ab.“
Wirklichkeitserfahrung mit Ryan Trecartins Videos | 39

Ryan Trecartin
Ready (Re’Search Wait’S). Kommentiert von Konstanze Schütze | 48

Kristin Klein
All Work and All Play. Über ästhetische Arbeit im Internet State of Mind | 55

Benjamin Jörissen
Digital/kulturelle Bildung
Plädoyer für eine Pädagogik der ästhetischen Reflexion digitaler Kultur | 63

Gerrit Höfferer
POST für alle! Ausweitung der Randzonen: Bildung am Biennalesken | 75

Konstanze Schütze
Where the *pragmagics happens
Über die Ästhetik der leeren Hände und die Arbeit am Magischen | 85

Performance

Christine Borck
Der Körper als Träger von Identität | 95

Antje Dudek
Irritation und Veränderung
Magische Bildungspotenziale von Performance Art Education | 105

Johanna Eder
Die Magie des Flow oder das Perpetuum Mobile der Kreativität | 113

Marie-Luise Lange
„Ich habe getötet, um nicht getötet zu werden.“
Differenzielle ästhetische Grenzerfahrungen im labyrinthischen SPACE BETWEEN anhand des Multiplayer*innen-Videostücks “Situation Rooms” von Rimini Protokoll | 125

Heinrich Lüber
performance lab (occupy experience) | 141

Ariane Schwarz
Spieglein, Spieglein an der Wand – wer ist das echte Schneewittchen im Land? | 149

Ulrike Hentschel
Ästhetische Bildung – gibt’s die noch?
Theaterpädagogik und Praktiken des zeitgenössischen Theaters | 155

Simone Etter, Marianne Papst, Künstler*innenkollektiv marsie
Input: Spaziergang
#Aktion #Vermittlung #Erfahrungsraum | 167

Julia Dick
Möglichkeiten für Performer, Lehrer, Schüler, Gelangweilte, Menschen und Schamanen | 179

Künstlerische Forschung

Elke Mark
Fallhöhe
Zeitgenössische Performancepraxis und Wissensgenerierung in Performance Art | 187

Elena Haas
Performative Künstlerische Forschung
Zum Potenzial intersubjektiver Begegnung im öffentlichen Raum | 201

Katja Hoffmann
All the World‘s Futures: On Okwui Enwezor. Zeitgenössische kuratorische Praxis als kunstpädagogisches Handlungsmodell für künstlerisches Forschen – eine Skizze | 209

Julia Ziegenbein
Wissen verdichten. Universität uminszenieren? | 219

Entgrenzungen

Torsten Meyer
What’s Next, Arts Education? Fünf Thesen zur nächsten Ästhetischen Bildung | 235

Christian Rolle
Diskurse ästhetischer Bildung
Beobachtungen aus musikpädagogischer Perspektive | 251

Margit Schmidt
Ästhetische Bildung und Erziehung in Schule und Hochschule: Das Kölner Modell | 263

Chantal Küng
„sie sollten vielleicht eine art interdisziplinäre arbeitsweise entwickeln.“ | 273

Jonas Hensel
Zur Fortsetzbarkeit der Kunst | 279

Rudolf Preuss
Der Moment der Erkenntnis – Oder: Welchen Sinn macht grenzüberschreitendes Arbeiten in der Schule? | 287

Karl-Josef Pazzini
Grenzwertige Bildung an den entgrenzenden Künsten | 301

Konstanze Schütze
“There is a word I am trying to remember, for a feeling I am about to have.” | 321

Autor*innen | 331

CfP: where the magic happens

where the magic happens
Bildung nach der Entgrenzung der Künste

Tagung in Kooperation des Instituts für Kunst und Kunsttheorie der Universität zu Köln und der wissenschaftlichen Sozietät Kunst, Medien, Bildung e.V.

11. bis 13. Juni 2015, Universität zu Köln

Die Künste haben das Gefängnis ihrer Autonomie verlassen. Im fortgeschrittenen 21. Jahrhundert reicht der Gegenstand künstlerischer Aktivitäten über die traditionellen Grenzen der Fächer Kunst, Musik, Tanz, Theater usw. hinaus in den medienkulturellen Alltag und bis ins wissenschaftliche Experimentieren hinein. Die Zuständigkeiten für das Wahre, Schöne und Gute sind unklar geworden. In einer von kultureller Globalisierung geprägten Welt konturieren sich Praktiken der Produktion von Bedeutung zwischen Künsten, Moral, Wissenschaft, Recht und Politik.
Mit dem postautonomen Verständnis von Kunst gehen zwei Bewegungen einher: zum einen wird im Zuge eines konsequenten Weltlichwerdens die Grenze zwischen Kunst und Nicht-Kunst destabilisiert, zum anderen vernetzen sich die Künste untereinander. Transzendentale Bezugspunkte für die traditionellen Sparten der Hochkultur gibt es nicht mehr. Nicht mehr im Ideal eurozentrischer Klassik, noch in der Reinheit des ungestörten White Cubes, Konzert- oder Theatersaals. Kunst findet statt im Global Contemporary. Im Hier und Jetzt und auf dem Boden alltagskultureller Tatsachen.
Das Tagungsvorhaben befasst sich mit den Bedingungen, Möglichkeiten und dem „magischen Potential“ der Bildung an/durch/mit den Künsten vor dem Hintergrund eines sehr deutlich erweiterten Begriffs von Kunst – fokussiert auf Performance, künstlerische Forschung und aktuelle Medienkultur.

Performance ist Experiment in und mit der Alltagswirklichkeit. Performer und Teilhabende machen außergewöhnliche Erfahrungen an den Grenzen des Üblichen. Wann und wie werden diese Erfahrungen ästhetisch, wann/wie sogar magisch? Was trägt solche prozesshaften Weisen des Erfahrens? Welche vorbildhaften performativen Formate und Methoden existieren in und zwischen bildender Kunst, Musik, Theater, Tanz, Bildung und Politik?Wie werden die für ästhetische Erfahrungen konstitutiven Entgrenzungen des Subjekts bildend wirksam?

Künstlerische Forschung ist Welterschließung durch künstlerische Praktiken. Wie/wann/wo können künstlerische Prozesse als Erkenntnisprozesse verstanden werden? Können künstlerische Forschungsprozesse als zeitgemäße, weil den gegenwärtigen kulturellen Umweltbedingungen angemessene Form der Produktion, Anwendung und Kommunikation von Wissen gelten? Gilt das für professionelle Forschungs- und/oder/auch Bildungszusammenhänge?

Aktuelle Medienkultur ist die natürliche Umgebung der Generation C. Die Künstler und Kreativen beziehen sich nicht mehr auf ein Feld der Kunst als Hochkulturmuseum, sondern auf die globale Zeitgenossenschaft als die von allen geteilte Welt. Sie gehen um mit komplexeren Formen von Darstellung und hypermedialer Intertextualität als jede Generation zuvor. Wo und wie geschieht hier die Magie? Welche ästhetischen Erfahrungen ermöglicht Post-Internet Art? Wie funktioniert ästhetische Bildung im Internet state of mind?

Call for Ideas

Wir möchten diese (und damit zusammenhängende) Fragen im Rahmen einer dreitägigen Tagung mit Ihnen diskutieren. Wir freuen uns auf Vorschläge für Beiträge aus verschiedenen Wissenschaften und Künsten. Insbesondere gespannt sind wir auf Beteiligungen des wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchses.

Als Formen für Beiträge sind vorgesehen: Workshops, Präsentationen und Vorträge – explizit auch im Pecha Kucha Format.

Bitte senden Sie Ihre Skizzen, Abstracts und Ideen (max. 1-2 Seiten) bis spätestens bis 15.2.2015 per E-Mail an:

magie@kunst-medien-bildung.de

Torsten Meyer
Julia Dick
Peter Moormann

Institut für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln: kunst.uni-koeln.de

CfP als PDF: cfp_magic

Hinweis: Kunstpädagogisches Forschungskolloquium 2014 in Loccum

ENT-SICHERN: Reflexionen kunst-/pädagogischer und wissenschaftlicher Prozesse
11. Kunstpädagogisches Forschungskolloquium vom 11.-14.09.2014 in Loccum

Prozesse der Sicherung und Entsicherung sind elementare Bestandteile von Forschung, künstlerischem Arbeiten und kunstpädagogischen Situationen. Erst durch Verschiebungen und Brüche wird Anderes sichtbar oder Neues denkbar (vgl. u.a. Koller, Meyer-Drawe). Diese komplexen Vorgänge lassen sich nur im begrenzten Maße initiieren, steuern, messen oder darstellen. Vielmehr zeichnen sie sich gerade durch Entzug und Unverfügbarkeit aus (vgl. u.a. Pazzini). Bildungsprozesse aber auch Forschungsprozesse werden immer wieder zum Wagnis und führen mitunter auf unwägbares Terrain.

Inwiefern können diese vielschichtigen Prozesse pädagogisch begleitet und für den wissenschaftlichen Diskurs zugänglich gemacht werden, ohne zugleich das Spezifische ihres Entzugs auszublenden? In Bezug auf Analyse und Darstellung stellt das Forschende vor methodische Herausforderungen, die (Un)Möglichkeit einer Beschreibung von Erfahrungs- und Bildungsprozessen mitzureflektieren.

Das Forschungskolloquium richtet sich an Nachwuchswissenschaftler_innen in der Kunstpädagogik und Ästhetischen Bildung und wird 2014 geleitet von Katja Böhme, Evelyn May, Susanne Schittler und Sabine Sutter.

  • Keynote: Gereon Wulftange (wiss. Mitarbeiter, Institut für Bildungs- und Transformationsforschung, Universität Hamburg): “Fremdes ent-sichern – Angst und Begehren als Moment in Bildungsprozessen?”
  • Performanceübungen mit Anna Stern (wiss. Mitarbeiterin, Universität Osnabrück, Performancekünstlerin)

Gefördert vom BDK e.V. (BDK Bundesverband und den Landesverbänden Berlin, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen) und der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung.

Weitere Informationen und Programm unter http://loccum.edublogs.org/

Jahresbeitrag gesenkt (NachwuchswissenschaftlerInnen)

Die wissenschaftliche Sozietät Kunst Medien Bildung hat auf Ihrer Jahresversammlung am 26.6.2014 beschlossen, den Jahresbeitrag für außerordentliche Mitglieder auf 30,- € zu senken, um noch nicht promovierten NachwuchswissenschaftlerInnen die Mitwirkung an der Sozietät zu erleichtern.

Info und Antragsformular als PDF