Kategorie: Alle Tagungen der Sozietät

Symposium: Decolonizing Arts Education

Symposium in Kooperation des Instituts für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln und der wissenschaftlichen Sozietät Kunst, Medien, Bildung e.V.

28./29. April 2017

Universität zu Köln | Institut für Kunst & Kunsttheorie
Gronewaldstraße 2 | Köln | Gebäude 216 | Block B | R 2.212

Keynote, Talks, Panel Discussion, Lightning Talks/Performances, Lesung, Open Forum

Vom 28. bis zum 29. April 2017 findet am Institut für Kunst und Kunsttheorie das Symposium DECOLONIZING ARTS EDUCATION statt. Vor dem Hintergrund der postmigrantischen Realität soll die Kunstpädagogik bzw. die Ästhetische Bildung kritisch befragt werden. Gegenstand des Symposiums ist ein diskursives und performatives Programm, das Künstler*innen, Kunstpädagog*innen und Theoretiker*innen aus den Bereichen (Ästhetische) Bildung und Cultural/Postcolonial Studies in einen Dialog mit Studierenden bringt. Folgende Fragen werden u.a. diskutiert: Welche Rolle kommt der Kunstpädagogik angesichts des gesellschaftlichen Wandels infolge von Flucht und Migration zu? Welche Impulse werden in der kunstpädagogischen Fachcommunity diskutiert und wo hakt es im eigenen Fachdiskurs? Welche künstlerischen und kunstpädagogischen Interventionen vermögen es, den eurozentristischen Blick umzukehren, die hegemoniale Ordnung (im Zeichen kritischen Weißseins) gegen den Strich zu bürsten? Wie sähe eine alternative, rassismuskritische Wissensproduktion im Feld der schulischen und außerschulischen Kunstpraxis und -vermittlung aus?

Speakers:
Carmen Mörsch (Zürcher Hochschule der Künste), Peggy Piesche (Universität Bayreuth), Ayse Güleç (documenta 14), Leila Haghighat (Haus der Kulturen der Welt), Monica van der Haagen-Wulff/Tim Wolfgarten (Universität zu Köln) und weitere Gäst*innen sowie Studierende.

PROGRAMM

FR 28.04.2017, 14-22 Uhr:

13.30-14 Uhr: Ankommen
14 Uhr: Welcome/Prolog: Manuel Zahn & Aurora Rodonò, Universität zu Köln
14.30-15.30 Uhr: Carmen Mörsch, Zürcher Hochschule der Künste
15.30-16.30 Uhr: Peggy Piesche, Universität Bayreuth

Pause 16.30-17Uhr

17-18 Uhr: Monica van der Haagen Wulff, Universität zu Köln
18-18.30 Uhr: Diskussion
18.30-19.30 Uhr: Lightning Talks/(Lecture) Performances von Studierenden
19.30-20.30 Uhr: Gathering/gemeinsames Abendessen (im Symposiumsbeitrag enthalten)
20.30-21.30 Uhr: Lecture Performance/Lesung: Tunay Önder: „Migrantenstadl“
(Öffentliche Veranstaltung: Teilnahme ohne Anmeldung möglich)

SA 29.04.2017, 10-14.00 Uhr

9.45-10 Uhr: Ankommen
10-11 Uhr: Ayse Güleç, documenta 14
11-12 Uhr: Leila Haghighat, Haus der Kulturen der Welt

Pause 12-12.30 Uhr

12.30-13.30 Uhr: OPEN FORUM mit den Speakers/Studierenden, Tim Wolfgarten (Universität zu Köln) und weiteren Kolleg*innen/Gäst*innen
13.30-14 Uhr: Wrap-Up/Epilog: Manuel Zahn & Aurora Rodonò, Universität zu Köln
14 Uhr: Ende der Veranstaltung

ANMELDUNG

Anmeldung unter Angabe von Vorname, Name, Institution bis zum 21. April 2017 an:
aeit-projekt@uni-koeln.de

Kosten des Symposiums (inklusive Abendessen plus Getränke am Freitag):
10 € (regulär); 7 € (ermäßigt)

Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung unter:

http://kunst.uni-koeln.de/aeit/symposium-decolonizing-arts-education/

Kontakt: Aurora Rodonò, aurora.rodono@uni-koeln.de, Tel. 0221/470-2674

Tagung: Kultur. Migration. Bildung: Kunst und Bildung in der Migrationsgesellschaft

Jahrestagung der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung e.V.

01.– 02. Juli 2016
Justus-Liebig-Universität Gießen

Bildung zwischen Kunst und Medien findet vor dem Hintergrund einer kulturell-gesellschaftlichen Wirklichkeit statt, die in vielerlei Hinsicht von Migration geprägt ist. Wanderungen von Menschen, Bildern und Informationen bestimmen allgegenwärtig den Alltag, die Bildungsarbeit und die Künste. Aus dem global weitreichend entgrenzten Bilderpool schöpfend wird die Frage der Zugehörigkeit zur Gestaltungsaufgabe: Vertraute Vorstellungen des kulturell Eigenen werden verändert und fremde Kontexte zu sattsam vertrauten. Die Migrationsgesellschaft, die durch vielfache Wanderungs- und Transformationsprozesse geformte wird, manifestiert sich wesentlich in ihrer Medialität. Besondere Herausforderungen des Diskurses zwischen Kunst und Bildung liegen darin, dass einerseits eine Auseinandersetzung mit der Normalität alltäglicher Transkultur stattfindet, parallel dazu jedoch aktuell auch Antworten auf die drängenden Fragen der Flüchtlingsthematik gesucht werden: Geflüchtete bringen existentielle Bedürfnisse in alle Bildungskontexte ein und sind mit erheblich geringeren ästhetischen Gestaltungspielräumen konfrontiert. Um in dieser komplexen kulturellen Gegenwart handlungsfähig zu sein, ist eine tragfähige Klärung der Begrifflichkeiten, Ziele und leitende Theoreme gefordert. Welche Kulturbegriffe werden in Debatten zwischen Kunst, Medien und Bildung in einer Migrationsgesellschaft verwendet? In welche Richtung müssten sie im Lichte aktueller Entwicklungen ergänzt werden? Inwiefern lassen sich die Vorstellungen von Transkultur in der Flüchtlingskrise aufrechterhalten oder weiter entwickeln? Welche Ziele und Zukunftsperspektiven sind denkbar und welche Wege führen dort hin?

sakirgoekcebag_reorientation
Sakir Gökcebag: Reorientation 2A, 2010, Installation 243x165x8 cm

Die Tagung beginnt im Weltkulturen Museum Frankfurt a.M., um sich mit den dort entwickelten Perspektiven auseinanderzusetzen, wie sich das kulturelle Erbe einer ethnografischen Sammlung in der kritischen Perspektive des Postkolonialismus darstellen und vermitteln lässt. Am Freitagabend reist man gemeinsam zur Universität Gießen. Vorträge zu aktuellen Entwicklungen des Kulturellen und zu medialen Dimensionen der Migrationsgeschichte wie der aktuellen Flüchtlingssituation geben Impulse im Verlauf der Tagung. In einem besonderen Fokus stehen Gespräche rund um Kurzbeiträge der Teilnehmenden zu ausgewählten Bildern, Objekten und künstlerischen Arbeiten aus der Perspektive des eigenen fachlichen Schwerpunktes. Ein Call for Papers und das gemeinsame Bildmaterial als Ausgangspunkt der sich von hier aus entspannenden interdisziplinären Gespräche findet sich auf der Homepage der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung.

Call for Papers

Download Plakat: PDF 6,4 MB

Tagungsbeitrag

  • für Mitglieder der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung e.V. kostenfrei
  • Nichtmitglieder 30 € / ermäßigt 20 €

Anmeldung bis zum 10.06.2016

Kontakt, Infos zum Hotelkontingent und Anmeldung:
Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut für Kunstpädagogik
Sekretariat
Karl-Glöckner-Str. 21 H
D-35394 Gießen
Tel.: 0641 / 99-25020
Fax: 0641 / 99-25029
E-Mail: Sekretariat@kunst.uni-giessen.de

Programm

Freitag, 01. Juli 2016
„Kultur, Gedächtnis, Postkolonialismus“
Tagungsort: Weltkulturen Museum Frankfurt, Schaumainkai 29-37, 60594 Frankfurt am Main 

14:00-16:30 Beginn im Weltkulturen Museum

  • Prof. Dr. Ansgar Schnurr (Justus-Liebig-Universität Gießen): Begrüßung, inhaltliche Einführung in die Tagung
  • Führung durch die Ausstellung „A LABOUR OF LOVE“; Esther Poppe (Weltkulturen Museum Frankfurt)
  • Gespräch
  • Kurzvorträge der Teilnehmenden zu gemeinsamen Bezugspunkten
    Anna Schürch, Zürcher Hochschule der Künste
    Prof. Beate Florenz, FH Nordwestschweiz
    Evelyne Monney, FH Nordwestschweiz
  • Gespräch
  • Fahrt nach Gießen (individuell)

19:00

Tagungsort: Justus-Liebig-Universität Gießen, Institut für Kunstpädagogik, Karl-Glöckner-Str. 21 H, D-35394 Gießen, Raum 08a

  • Abendbrot
  • Künstlervortrag Ingke Günther und Jörg Wagner (Justus-Liebig-Universität Gießen): „Abendbrotforschung“

 Samstag, 02. Juli 2016, Vormittag: „Migration, Flucht, Medien“
Tagungsort: Justus-Liebig-Universität Gießen, Alte Universitätsbibliothek. Bismarckstr. 37, 35390 Gießen

[9:00-10:00]

  • [Mitgliederversammlung der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung ]

10:00 – 11:00

  • Vortrag: Jun.-Prof. Dr. Heike Greschke (Justus-Liebig-Universität Gießen): Kultur(analyse) in der Migrationsgesellschaft: Ein Arbeitsvorschlag
  • Gespräch

11:00 – 11:30

  • Pause

11:30-12:30

  • Kurzvorträge der Teilnehmenden zu gemeinsamen Bezugspunkten
    Dr. Karina Pauls, Kunstakademie Düsseldorf
    Dr. Magdalena Eckes, Universität Siegen
    Prof. Dr. Birgit Engel, Kunstakademie Münster
  • Gespräch

12:30 – 14:00

  • Mittagspause

Nachmittag: „Kunst, Wanderung, Bildung“

14:00-15:00

  • Vortrag: Aurora Rodonò (Universität zu Köln): „Vom Opfernarrativ zum migrantischen Blick: Migration im deutschen Film seit 1960“
  • Gespräch

15:00-16:00

  • Kurzvorträge der Teilnehmenden zu gemeinsamen Bezugspunkten
    Dr. Katja Hoffmann, Universität Siegen
    Katharina Swider, Universität Augsburg
    Dr. Sidonie Engels (PH Heidelberg)
  • Gespräch

Abreise ca. 17:00

 Co-Förderung durch  das Zentrum für Medien und Interaktivität der Justus-Liebig-Universität Gießen

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Tagung: where the magic happens – Bildung mach der Entgrenzung der Künste

where the magic happens
Bildung nach der Entgrenzung der Künste

Tagung in Kooperation des Instituts für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln und der wissenschaftlichen Sozietät Kunst, Medien, Bildung e.V.

11. bis 13. Juni 2015, Universität zu Köln

Mit Beiträgen von Dana Caspersen (danacaspersen.com), Ulrike Hentschel (UDK Berlin), Heinrich Lüber (ZHdK Zürich), Karl-Josef Pazzini (Uni Hamburg/Berlin), Stefan Porombka (UDK Berlin) und vielen anderen mehr.

Die Künste haben das Gefängnis ihrer Autonomie verlassen. Im fortgeschrittenen 21. Jahrhundert reicht der Gegenstand künstlerischer Aktivitäten über die traditionellen Grenzen der Fächer Kunst, Musik, Tanz, Theater usw. hinaus in den medienkulturellen Alltag und bis ins wissenschaftliche Experimentieren hinein. Die Zuständigkeiten für das Wahre, Schöne und Gute sind unklar geworden. In einer von kultureller Globalisierung geprägten Welt konturieren sich Praktiken der Produktion von Bedeutung zwischen Künsten, Moral, Wissenschaft, Recht und Politik.
Mit dem postautonomen Verständnis von Kunst gehen zwei Bewegungen einher: zum einen wird im Zuge eines konsequenten Weltlichwerdens die Grenze zwischen Kunst und Nicht-Kunst destabilisiert, zum anderen vernetzen sich die Künste untereinander. Transzendentale Bezugspunkte für die traditionellen Sparten der Hochkultur gibt es nicht mehr. Nicht mehr im Ideal eurozentrischer Klassik, noch in der Reinheit des ungestörten White Cubes, Konzert- oder Theatersaals. Kunst findet statt im Global Contemporary. Im Hier und Jetzt und auf dem Boden alltagskultureller Tatsachen.
Das Tagungsvorhaben befasst sich mit den Bedingungen, Möglichkeiten und dem „magischen Potential“ der Bildung an/durch/mit den Künsten vor dem Hintergrund eines sehr deutlich erweiterten Begriffs von Kunst – fokussiert auf Performance, künstlerische Forschung und aktuelle Medienkultur.

Performance ist Experiment in und mit der Alltagswirklichkeit. Performer und Teilhabende machen außergewöhnliche Erfahrungen an den Grenzen des Üblichen. Wann und wie werden diese Erfahrungen ästhetisch, wann/wie sogar magisch? Was trägt solche prozesshaften Weisen des Erfahrens? Welche vorbildhaften performativen Formate und Methoden existieren in und zwischen bildender Kunst, Musik, Theater, Tanz, Bildung und Politik?Wie werden die für ästhetische Erfahrungen konstitutiven Entgrenzungen des Subjekts bildend wirksam?

Künstlerische Forschung ist Welterschließung durch künstlerische Praktiken. Wie/wann/wo können künstlerische Prozesse als Erkenntnisprozesse verstanden werden? Können künstlerische Forschungsprozesse als zeitgemäße, weil den gegenwärtigen kulturellen Umweltbedingungen angemessene Form der Produktion, Anwendung und Kommunikation von Wissen gelten? Gilt das für professionelle Forschungs- und/oder/auch Bildungszusammenhänge?

Aktuelle Medienkultur ist die natürliche Umgebung der Generation C. Die Künstler und Kreativen beziehen sich nicht mehr auf ein Feld der Kunst als Hochkulturmuseum, sondern auf die globale Zeitgenossenschaft als die von allen geteilte Welt. Sie gehen um mit komplexeren Formen von Darstellung und hypermedialer Intertextualität als jede Generation zuvor. Wo und wie geschieht hier die Magie? Welche ästhetischen Erfahrungen ermöglicht Post-Internet Art? Wie funktioniert ästhetische Bildung im Internet state of mind?

Anmeldung: kunst.uni-koeln.de/magie

Torsten Meyer
Julia Dick
Peter Moormann

Institut für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln: kunst.uni-koeln.de

Tagung: Offensichtlichkeit

Tagung am Institut für Kunst- und Kunstwissenschaft, Universität Duisburg-Essen in Kooperation mit der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst | Medien | Bildung

26./27.6.2014

»Offensichtlichkeit«
offensichtlich ist, was offen liegt, sichtbar ist, sich zeigt oder zu zeigen scheint, hervortritt, auffällt, sich deutlich und erkennbar oder augenscheinlich macht. Doch für wen wird etwas offen sichtlich und was tritt in diesem Moment dahinter zurück? Das Zeigen schließt ein Nicht-Zeigen ein. Was gezeigt wird und sich zeigt ist nicht selten kalkuliert, konstruiert und choreografiert oder ist das Erwartete. Formen der Konstruktion zeigen sich in der zeitgenössischen Kunst und Fotografie oder werden mittels Methoden der Sozialwissenschaften rekonstruiert.
Die Tagung widmet sich dem Phänomen der Offensichtlichkeit. Es soll um ein Sich-Zeigen gehen, das nicht bloßes Zeigen mit Zeichen ist. Beiträge aus Philosophie, Kunst und den Bildungswissenschaften thematisieren Momente des Sichtbarwerdens und Sichtbarmachens bisweilen unsichtbarer oder offen liegender, aber übersehener Zusammenhänge.

ReferentInnen
Prof. Dr. Jeanette Böhme, Universität Duisburg- Essen
Dr. Manuel Zahn, Universität Hamburg

Donnerstag 26.06. CASINO
17.30 Begrüßung
17.45 Manuel Zahn, Universität Hamburg
Vortrag »Das Offensichtliche und seine Bildungen jenseits des Sichtbaren«
Koreferat Konstanze Schütze, Universität zu Köln
20.00 gemeinsames Abendessen

Freitag 27.06. SENATSSAAL
9.30 Kaffee
9.45 Jeanette Böhme, Universität Duisburg-Essen
Vortrag »(Bild-)Rekonstruktives Sichtbarmachen: Medienspezifische Formen sozialer Sinnstrukturen«
Koreferat Sabine Sutter, Universität Duisburg-Essen
12.30 Mittagspause
14.00 Museum Folkwang, Besuch der Ausstellung und Austausch »(Mis)Understanding Photography«
18.00 gemeinsames Abendessen

Veranstaltungsorte
Universität Duisburg-Essen Campus Essen
45141 Essen

CASINO
Reckhammerweg 3

SENATSSAAL
Universitätsstraße 2 Raum: T01 S04 B34

Anmeldung
kunstdidaktik@uni-due.de

Veranstalter
Prof. Dr. Christine Heil | Sabine Sutter, Universität Duisburg-Essen
Prof. Dr. Torsten Meyer | Konstanze Schütze, Universität zu Köln
Wissenschaftliche Sozietät Kunst | Medien | Bildung

Download Tagungs-Flyer

Folge-Camp: Was bedeutet „Forschungsorientierung“ für die Lehrerbildung?

„Was bedeutet ›Forschungsorientierung‹ für die Lehrerbildung?“ Zu dieser Fragen hatte im Juni diesen Jahres eine Tagung der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst|Medien|Bildung|an der Universität Osnabrück stattgefunden. Entwicklungen von Studiengangs-Curricula und Vernetzungen zwischen Hochschule, Schule und Studienseminaren aus Sicht des Zentrums für Lehrerbildung und von Kunstdidaktiker_innen, sowie laufende Pilot-Projekte zum forschenden Studieren wurden in 5 Beiträgen aus in Deutschland und der Schweiz vorgestellt und diskutiert. Da aktuell die meisten Hochschulstandorte die Bologna-Vorgaben einer Forschungsorientierung in den Master-Studiengängen und die Konzeptionierung eines Praxis-Semesters für die Lehramts-Studiengänge zu bewältigen haben, wurde von allen Tagungsteilnehmenden ein nächstes campartiges Arbeitstreffen verabredet, das nun in Kooperation mit der UDK Berlin stattfindet:

Freitag, den 15.11.2013
11-17 Uhr an der UdK in Berlin

Hardenbergstraße 33, 10623 Berlin,
3 min Fußweg vom Bahnhof Zoologischer Garten.

Wer Interesse hat, ist eingeladen, einen eigenen Beitrag mitzubringen: Fallbeispiele, akute Fragen und Überlegungen zur »Forschungsorientierung in der Lehrerbildung« sowie konkrete Seminar-Entwürfe oder Forschungs-Szenarien im Praxis-Semester der Master-Studiengänge. Gearbeitet werden soll in parallelen Gruppen und im World-Café-Format. D.h. es gibt keine Referent_innen-Liste, gearbeitet wird mit dem, was mitgebracht wird!
Für die Getränke werden wir um einen Kostenbeitrag vor Ort bitten.

Kontakt:
Christine Heil (Wissenschaftliche Sozietät Kunst Medien Bildung)
Anne Zimmermann (UdK Berlin)

Tagung: Was bedeutet „Forschungsorientierung“ für die Lehrerbildung?

28.6.2013, 9:30 – 16:30 Uhr

Universität Osnabrück
Fachgebiet Kunst / Kunstpädagogik
Seminarstr. 33
Raum 05/302
49074 Osnabrück

Was bedeutet „Forschungsorientierung“ für die Lehrerbildung?
Laut Vorgaben aus Bologna sollen Bachelor-Studiengänge bereits „berufsqualifizierend“ sein, Master-Studiengänge sollen deutlich Richtung Forschung orientiert werden. Was bedeuten diese Vorgaben für die gestuften Studiengänge in der Lehrerbildung? Wann und wie sollten Schul-Praktika stattfinden? Was heißt „Forschungsorientierung“ im Master-Studiengang? Was soll wozu erforscht werden? In welchem der potentiell drei in Frage kommenden Fächer, mit denen Lehramtsstudierende in der Regel befasst sind, soll geforscht werden? Welche Rolle kann „Forschendes Lernen“ als (hochschul)didaktisches Konzept spielen? Wie ist eine Forschungsorientierung speziell im Fach Kunst zu denken, wenn Kunst und Wissenschaft als unterschiedliche Denkmodelle ernst genommen werden? Was könnte hier Artistic Research bedeuten?

Mit diesen Fragen ist zurzeit befasst, wer in der universitären Lehrerbildung Lehre und Forschung gestaltend tätig ist. Die aufgeworfenen Fragen sollen nicht erneuten Anlass für weiteres BA/MA-Bashing bieten, sondern einen produktiven Austausch über die föderalen Grenzen hinweg initiieren und Konzepte diskutieren, die sowohl aus der Perspektive der Lehrerbildung als auch aus der Perspektive von Kunst und Wissenschaft sinnvoll sind.

Programm

9:30 Ankommen, Kaffee

10:00 Begrüßung

10:15 Yoshiro Nakamura (Universität Osnabrück)
Lehrerbildung in Niedersachsen im Spannungsfeld von Grundlagenforschung und beruflicher Handlungskompetenz

10:45 Andreas Brenne (Universität Osnabrück)
Das neue Praxissemester und die Kunstdidaktik – eine Problemanzeige

11:15 Kaffeepause

11:30 Anna Schürch und Danja Erni (ZHdK Zürich)
Das Modell FLAKS (Forschungslabor für Künste an Schulen)

12:30 Mittagspause

14:00 Julia Ziegenbein (Universität zu Köln)
Zur Aktualität Ästhetischer Forschung für die LehrerInnenbildung am Beispiel des Projekts „Forschendes Lernen“ an der Universität zu Köln

14:30 Ruppe Koselleck (Universität Osnabrück)
Unter einem PKW versteht man ein pädagogisches Kunstwerk – Experimentelle Kunstvermittlung als anwenderfreundliche Spagatforschung zwischen Kunst und Wissenschaft auf der Suche nach den Strategien einer künstlerischen Didaktik.

15:00 Kaffeepause

15:15 Diskussion

16:30 Ende der Tagung

Download Programmflyer

Kontakt und Anmeldung

Sekretariat Fachgebiet Kunst
Universität Osnabrück

Esther Kutzner
Seminarstraße 33
49069 Osnabrück
Tel. 0541 – 969 – 4225

kunst@uni-osnabrueck.de

Tagung: Subjekt Medium Bildung

Kooperation der wissenschaftlichen Sozietät Kunst, Medien, Bildung und des Theorieforum Medienpädagogik

Torsten Meyer / Benjamin Jörissen

Mit Beiträgen von: Manfred Faßler, Peter Foos, Norm Friesen, Christoph Girardet/Volker Schreiner, Simon Grand/Johannes M. Hedinger, Benjamin Jörissen, Christoph Koenig, Gesa Krebber, Eckart Liebau, Norbert Meder, Torsten Meyer, Karl-Josef Pazzini, Olaf Sanders, Konstanze Schütze, Manuel Zahn

22.- 24. März 2012, Universität zu Köln

Programm
Anmeldung

Konzeption

Das Tagungsvorhaben befasst sich mit dem zunehmend offensichtlicher werdenden Missmatch von wesentlich auf das 18./19. Jahrhundert zurückgehenden theoretischen Konzeptionen von Bildung, die diese als ein auf das Subjekt als Individuum (und das Individuum als Subjekt) bezogenes Phänomen denken, und den wesentlich auf kollaborativen und netzwerkförmigen sozio-technischen Prozessen beruhenden Bildungs-Praktiken in globalen, digitalen Kommunikationsnetzen.

Veränderte Medialität führt zu veränderter Subjektivität: diese mediologische These im Schnittfeld von Medien- und Bildungsgeschichte(n) soll im Zentrum der Tagung stehen. Nichts ist so gravierend für das Selbst-Verständnis einer Gesellschaft wie die geschäftsführenden Verbreitungsmedien (Luhmann). So war das Buch nicht nur in metaphorischem Sinn das bevorzugte Behältnis der großen Erzählungen. Mit der massenhaften Reproduktion des druckbaren Wissens nahm auch die Erzählung von der „Bildung des Menschen“ (Humboldt) als Bücher lesendes Individuum ihren Lauf. Und auch der Individualisierungsschub, den die Erfindung der Zentralperspektive als Abbildungstechnologie, Symbolische Form (Panofsky) und als imaginäre Struktur ausgelöst hat, war der Entstehung des wohl definierten und autonomen, bürgerlichen Subjekts mehr als zuträglich. Sind es aber die Strukturaspekte gesellschaftlicher Leitmedien, in denen Subjektivität entsteht und geformt wird, muss diese im Kontext radikaler Leitmedienwechsel immer wieder hinterfragt werden.

In der „informatisierten Gesellschaft“ – nun in der Version 2.0 – verliert das alte Prinzip,

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Tagung: Perspektiven der Verknüpfung von Kunst, Medien und Bildung 2:
Das kulturelle Imaginäre

25./ 26.11.2011, Kunsthochschule Mainz

Wie entstehen gemeinsame Vorstellungen? Wie konstituiert sich ein Unterrichtsgegenstand? Und wie ein Lehrerbild? Welche Rolle spielt das Imaginäre in Bildungsprozessen? Woraus speist sich das Imaginäre? Woran fällt es aus? Inwiefern prägen Medien die Entstehung des Imaginären? Wer imaginiert von wessen kultureller Imagination? Wie ist der Übergang vom individuellen Imaginären zu einem gesellschaftlich Imaginären zu denken? Wo ist das Imaginäre, wenn es nicht erscheint?

Freitag, 25.11.2011

13.30 Uhr Kaffee und Begrüßung

14.00 – 15.30

  • Gundel Mattenklott: »L’imaginaire / das Imaginäre. Eine Spurensuche zur Begriffsgeschichte«.
  • Irene Schütze: »Individuelle und kollektive Vorstellungsbilder. Zum Begriff der immaginazione in der italienischen Kunst«

15.30 Uhr Pause

16.00 – 17.00

  • Thomas Schmidt: Über den gemeinsamen künstlerischen Entwurfsprozess bei Inges Idee: 4 Künstler und 1 Idee. http://www.ingesidee.de/

17.00 Uhr Kurze Pause

17.15 – 19.30

  • Andrea Sabisch: »Sprechen über das Imaginäre«. Und »das Imaginäre im Museum«. Zur „Expedition 05“ in die Frankfurter Schirn im Kontext von BuKo12.
  • Andreas Brenne: »“Die böse Prinzessin“ – zur Ausbildung ästhetischer Kompetenz im Kontext koopertiver und intermedialer Unterrichtsszenarien«.
  • Christine Heil: »Das Imaginäre des Unterrichtsgegenstands«.

19.30 Uhr Ende Teil 1 – gemeinsames Abendessen

Samstag, 26.11.2011

8.45 Uhr Kaffee

9.00 – 10.30 Uhr

  • Olaf Sanders: »Grenzen der Medienerziehung«
  • Susanne Gottlob: »Versagte Phantasien? – Wie sich Stanzen kultureller Überlieferungen hörbar machen. Eine psychoanalytische Position«

10.30 – 11.30

  • Jan Verbeek: Performance

11.30 – 13.30

  • Insa Härtel/ Karl-Josef Pazzini: »Eine gewisse Gewalt des Imaginären. Über Gerhard Richters „Betty“ (1977)«
  • Doris Schuhmacher-Chilla: »Fingierte Fakten und Fiktionen«

13.30 1 Stunde Buko-Brot-Pause // Ende der Tagung

14.30 Mitgliederversammlung der wissenschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung

15.00 Uhr Abschied

Tagungsort:

Kunsthochschule Mainz der Johannes Gutenberg-Universität Mainz,
Am Taubertsberg 6, 55122 Mainz, im großen Saal.
Die Kunsthochschule ist zu Fuß in ca. 7 Min. vom Hauptbahnhof aus zu erreichen.

Kosten:

Nicht-Mitglieder 5 € pro Tag, Mitglieder kostenfrei

Anmeldung:

bis zum 20.11.2011 per E-Mail an:
Christine Heil: heilc@uni-mainz.de

Referent/innen:

  • Prof. Dr. Andreas Brenne, Universität Kassel
  • Dr. Susanne Gottlob, Psychoanalytikerin, Lektorin, Hamburg
  • PD Dr. Insa Härtel, Universität Bremen, DFG-Projekt zum Thema: „‚Übergriffe‘ und ‚Objekte‘: Bilder und Diskurse kindlich-jugendlicher Sexualität“
  • Prof. Dr. Christine Heil, Professur für das Fach Kunstdidaktik, Kunsthochschule Mainz der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • Prof. Dr. Gundel Mattenklott, UdK Berlin, Fachgebiet Musisch-Ästhetische Erziehung
  • Prof. Dr. Karl-Josef Pazzini, Universität Hamburg
  • Prof. Dr. Andrea Sabisch, Universität Hamburg
  • PD Dr. Olaf Sanders, Universität zu Köln, Institut für Bildungsphilosophie, Anthropologie und Pädagogik der Lebensspanne
  • Prof. Thomas Schmidt, Kunsthochschule Mainz der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • Dr. Irene Schütze, Kunstwissenschaftlerin, Vertretungsprofessorin für Kunsttheorie an der Kunsthochschule Mainz
  • Prof. Dr. Doris Schuhmacher-Chilla, Universität zu Köln
  • Jan Verbeek, Künstler, Performance und Installation, Köln

Tagung: Perspektiven der Verknüpfung von Kunst, Medien und Bildung

Universität Hamburg
25./26.2.2011
Fakultät EPB, Von-Melle-Park 8, 20146 Hamburg
Räume 205-207

Freitag, den 25.02.11, 15 Uhr:
Perspektiven der Verknüpfung von Kunst, Medien und Bildung 1: Medienbildung
Die wissenschaftliche Sozietät Kunst, Medien, Bildung stellt sich die Aufgabe, existierende und denkbare Verknüpfungen von Kunst, Medien und Bildung zu erforschen, darzustellen und deren Ergebnisse zu publizieren. Unter dem Stichwort „Medienbildung“ soll mit der geplanten Tagung eine erste Perspektive auf das Feld dieser Verknüpfungen beleuchtet werden.
Dass der Begriff der „Medienbildung“ sich in den letzten Jahren über einen rein medienpädagogischen Diskurs hinaus bis in öffentliche bildungspolitische Diskussionen etabliert hat, kann als Zeichen für das enorme Ausmaß des globalen medienkulturellen Wandels und seiner gesellschaftlichen Folgen gelten. Traditionelle bewahrpädagogische und kulturkritische Positionen scheinen dem nicht mehr angemessen. Vielmehr impliziert der Begriff komplexere Reaktionen auf das Neue der neuen Medienkulturen.
Eine Frage an die Sozietät wäre, welche Rolle die Auseinandersetzung mit Kunst in diesem Kontext spielt und spielen könnte. Kann zum Beispiel der Kunstunterricht einen Beitrag zu einer schulischen Medienbildung liefern? Muss schulische Kunstpädagogik sich dafür an neuen Medienkulturen orientieren? Oder liefert die pädagogisch motiviert Auseinandersetzung mit Kunst grundsätzlich einen Beitrag zu einer „Medienbildung“?

Als Gastreferent wird Benjamin Jörissen (Magdeburg), der gemeinsam mit Winfried Marotzki das Konzept der „strukturalen Medienbildung“ entwickelt hat, einen Beitrag aus medienpädagogischer und bildungstheoretischer Perspektive leisten.

Weitere Kurzbeiträge folgen von:

  • Marc Fritzsche (Gießen): Von der Pixelgrafik zur Bildung im Neuen Medium. Kunstpädagogische Positionen zum Digitalen
  • Manuel Zahn (Oldenburg): Film-Bildung
  • Torsten Meyer (Köln): Cultural Hacking als Medienbildung
  • Doris Schuhmacher-Chilla (Köln): Selbst im Mythos: ENDYMION

Samstag, den 26.02.2011 von 10-16 Uhr:
Gemeinsame Entwicklung neuer Perspektiven für die Arbeit in der Sozietät
– weitere Tagungen und Publikationen, Mitgliederversammlung – mit Kurzbeiträgen von:

  • Andreas Brenne (Kassel): Grundschulpädagogik und Medienbildung
  • Ansgar Schnurr (Dortmund): Weltsicht im Plural – Kunstpädagogik in unterschiedlichen jugendlichen Milieus
  • Andrea Sabisch (Hamburg): Visuelle Modelle
  • Klaus-Peter Busse (Dortmund): Vom Problem einiger Kunstpädagogen mit der Kunst
  • Karl-Josef Pazzini (Hamburg): Übertragung
  • Ellen Kobe (Berlin): „ECHO“ – Video 2007, mit einer Einführung der Künstlerin

Sympathisierende der Sozietät – z.B. Kunstpädagog/innen, aber auch Kunsttheoretiker/innen und Medienpädagog/innen, Kunstvermittler/innen – sowie neu Interessierte sollen für die Idee der Sozietät und als potentielle neue Mitglieder gewonnen werden und sind zur Teilnahme an der Tagung, sowohl Freitag, als auch Samstag herzlich eingeladen.

Kosten: Nicht-Mitglieder 10 € (Studenten 5€) pro Tag, Mitglieder kostenfrei

Nachfragen und Anmeldungen sowie Vorschläge für Beiträge in Wort/Bild/Performance bis zum 1.2.2011 an: andrea.sabisch@uni-hamburg.de

Gründungstagung, 24.6.2010, Dortmund

Gründungstagung der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst, Medien und Bildung e.V.

Wissenschaftliches Denken zwischen Kunst, Medien und Bildung

Donnerstag, den 24. Juni 2010
12-18 Uhr im Museum Ostwall, Dortmund