Kategorie: Tagungen

Tagung: Kultur. Migration. Bildung: Kunst und Bildung in der Migrationsgesellschaft

Jahrestagung der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung e.V.

01.– 02. Juli 2016
Justus-Liebig-Universität Gießen

Bildung zwischen Kunst und Medien findet vor dem Hintergrund einer kulturell-gesellschaftlichen Wirklichkeit statt, die in vielerlei Hinsicht von Migration geprägt ist. Wanderungen von Menschen, Bildern und Informationen bestimmen allgegenwärtig den Alltag, die Bildungsarbeit und die Künste. Aus dem global weitreichend entgrenzten Bilderpool schöpfend wird die Frage der Zugehörigkeit zur Gestaltungsaufgabe: Vertraute Vorstellungen des kulturell Eigenen werden verändert und fremde Kontexte zu sattsam vertrauten. Die Migrationsgesellschaft, die durch vielfache Wanderungs- und Transformationsprozesse geformte wird, manifestiert sich wesentlich in ihrer Medialität. Besondere Herausforderungen des Diskurses zwischen Kunst und Bildung liegen darin, dass einerseits eine Auseinandersetzung mit der Normalität alltäglicher Transkultur stattfindet, parallel dazu jedoch aktuell auch Antworten auf die drängenden Fragen der Flüchtlingsthematik gesucht werden: Geflüchtete bringen existentielle Bedürfnisse in alle Bildungskontexte ein und sind mit erheblich geringeren ästhetischen Gestaltungspielräumen konfrontiert. Um in dieser komplexen kulturellen Gegenwart handlungsfähig zu sein, ist eine tragfähige Klärung der Begrifflichkeiten, Ziele und leitende Theoreme gefordert. Welche Kulturbegriffe werden in Debatten zwischen Kunst, Medien und Bildung in einer Migrationsgesellschaft verwendet? In welche Richtung müssten sie im Lichte aktueller Entwicklungen ergänzt werden? Inwiefern lassen sich die Vorstellungen von Transkultur in der Flüchtlingskrise aufrechterhalten oder weiter entwickeln? Welche Ziele und Zukunftsperspektiven sind denkbar und welche Wege führen dort hin?

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Sakir Gökcebag: Reorientation 2A, 2010, Installation 243x165x8 cm

Die Tagung beginnt im Weltkulturen Museum Frankfurt a.M., um sich mit den dort entwickelten Perspektiven auseinanderzusetzen, wie sich das kulturelle Erbe einer ethnografischen Sammlung in der kritischen Perspektive des Postkolonialismus darstellen und vermitteln lässt. Am Freitagabend reist man gemeinsam zur Universität Gießen. Vorträge zu aktuellen Entwicklungen des Kulturellen und zu medialen Dimensionen der Migrationsgeschichte wie der aktuellen Flüchtlingssituation geben Impulse im Verlauf der Tagung. In einem besonderen Fokus stehen Gespräche rund um Kurzbeiträge der Teilnehmenden zu ausgewählten Bildern, Objekten und künstlerischen Arbeiten aus der Perspektive des eigenen fachlichen Schwerpunktes. Ein Call for Papers und das gemeinsame Bildmaterial als Ausgangspunkt der sich von hier aus entspannenden interdisziplinären Gespräche findet sich auf der Homepage der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung.

Call for Papers

Download Plakat: PDF 6,4 MB

Tagungsbeitrag

  • für Mitglieder der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung e.V. kostenfrei
  • Nichtmitglieder 30 € / ermäßigt 20 €

Anmeldung bis zum 10.06.2016

Kontakt, Infos zum Hotelkontingent und Anmeldung:
Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut für Kunstpädagogik
Sekretariat
Karl-Glöckner-Str. 21 H
D-35394 Gießen
Tel.: 0641 / 99-25020
Fax: 0641 / 99-25029
E-Mail: Sekretariat@kunst.uni-giessen.de

Programm

Freitag, 01. Juli 2016
„Kultur, Gedächtnis, Postkolonialismus“
Tagungsort: Weltkulturen Museum Frankfurt, Schaumainkai 29-37, 60594 Frankfurt am Main 

14:00-16:30 Beginn im Weltkulturen Museum

  • Prof. Dr. Ansgar Schnurr (Justus-Liebig-Universität Gießen): Begrüßung, inhaltliche Einführung in die Tagung
  • Führung durch die Ausstellung „A LABOUR OF LOVE“; Esther Poppe (Weltkulturen Museum Frankfurt)
  • Gespräch
  • Kurzvorträge der Teilnehmenden zu gemeinsamen Bezugspunkten
    Anna Schürch, Zürcher Hochschule der Künste
    Prof. Beate Florenz, FH Nordwestschweiz
    Evelyne Monney, FH Nordwestschweiz
  • Gespräch
  • Fahrt nach Gießen (individuell)

19:00

Tagungsort: Justus-Liebig-Universität Gießen, Institut für Kunstpädagogik, Karl-Glöckner-Str. 21 H, D-35394 Gießen, Raum 08a

  • Abendbrot
  • Künstlervortrag Ingke Günther und Jörg Wagner (Justus-Liebig-Universität Gießen): „Abendbrotforschung“

 Samstag, 02. Juli 2016, Vormittag: „Migration, Flucht, Medien“
Tagungsort: Justus-Liebig-Universität Gießen, Alte Universitätsbibliothek. Bismarckstr. 37, 35390 Gießen

[9:00-10:00]

  • [Mitgliederversammlung der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung ]

10:00 – 11:00

  • Vortrag: Jun.-Prof. Dr. Heike Greschke (Justus-Liebig-Universität Gießen): Kultur(analyse) in der Migrationsgesellschaft: Ein Arbeitsvorschlag
  • Gespräch

11:00 – 11:30

  • Pause

11:30-12:30

  • Kurzvorträge der Teilnehmenden zu gemeinsamen Bezugspunkten
    Dr. Karina Pauls, Kunstakademie Düsseldorf
    Dr. Magdalena Eckes, Universität Siegen
    Prof. Dr. Birgit Engel, Kunstakademie Münster
  • Gespräch

12:30 – 14:00

  • Mittagspause

Nachmittag: „Kunst, Wanderung, Bildung“

14:00-15:00

  • Vortrag: Aurora Rodonò (Universität zu Köln): „Vom Opfernarrativ zum migrantischen Blick: Migration im deutschen Film seit 1960“
  • Gespräch

15:00-16:00

  • Kurzvorträge der Teilnehmenden zu gemeinsamen Bezugspunkten
    Dr. Katja Hoffmann, Universität Siegen
    Katharina Swider, Universität Augsburg
    Dr. Sidonie Engels (PH Heidelberg)
  • Gespräch

Abreise ca. 17:00

 Co-Förderung durch  das Zentrum für Medien und Interaktivität der Justus-Liebig-Universität Gießen

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Hinweis: Tagung “nachbild[ ]vorbildern” anlässlich der Emeritierung von Prof. Dr. Karl-Josef Pazzini

Anlässlich der Emeritierung des Gründungsmitglieds der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung, Prof. Dr. Karl-Josef Pazzini, wird vom 17. bis 19.9.2015 im Warburg-Haus Hamburg eien Tagung veranstaltet.

Konzept
In der Bildenden Kunst haben sich Menschen im Laufe ihrer Geschichte in je historisch und kulturell unterschiedlichen Arten und Weisen einen besonderen Bereich der Bildung vor Bildern geschaffen. Karl-Josef Pazzini versteht Bildende Kunst immer auch als einen Forschungsbereich zur Verfassung und Beschreibung des individuellen Subjekts auf dem Weg zum Anderen und vom Anderen, auch vom Bild her. Die künstlerischen Arbeiten werden in dieser Perspektive nach ihren möglichen Auskünften über subjektive Bildungsprozesse, ihrer Bedingungen und Dimensionen befragt und gleichzeitig als widerständige, störende, affizierende Dinge auch zum Anlass wieder anderer Bildung(en). Er hat diese These in seiner kunstpädagogische Lehre und Forschung in der Konfrontation mit vielen Bildern und anderen Kunstwerken erprobt, mit Theoretisierungen versehen und in den kunstpädagogischen Diskurs eingebracht. Das Buch „Bildung vor Bildern“, das September 2015 im Transcript-Verlag erscheinen wird, zeugt davon.

Diese Zusammenstellung von Texten zu wesentlichen Themen seines wissenschaftlichen Arbeitens im Schnittfeld von Kunstpädagogik, Bildungstheorie und Psychoanalyse ist auch Ausgangspunkt für die Tagung „nachbild[ ]vorbildern“. Wir haben dazu Studierende, Schüler/innen und Kollegen/innen von Karl-Josef Pazzini aus der Kunstpädagogik eingeladen, die Art und Weise ihrer individuellen Bezüge zu seinen Arbeiten in entsprechend variablen Formaten zu präsentieren und reflektieren. Uns interessiert, wie diese Bezugnahmen in der eigenen Arbeit nachwirken? Welche Vorträge und Texte von Karl-Josef Pazzini spielen hier eine Rolle? Welche Relektüren und Fortführungen (in des Wortes mehrfacher Bedeutungen) zeichnen sich ab?

Die Tagung soll dazu dienen, gemeinsam über die theoretische Ausrichtung des Zusammenhangs von Kunst und Pädagogik nachzudenken. Wir wünschen uns, dass daraus eine Debatte entsteht über das, was die Beitragenden an ihren jeweiligen Plätzen für bedeutsam, festgefahren, unlösbar halten – auch wenn/weil/obwohl/indem sie sich auf von Karl-Josef Pazzini Formuliertes beziehen.

Torsten Meyer
Andrea Sabisch
Ole Wollberg
Manuel Zahn

Nähere Informationen, Programm, Anmeldung siehe bildungvorbildern.de

Hinweis: Kunstpädagogisches Forschungskolloquium 2015 in Loccum

o.T. (Subjekt)
12. Kunstpädagogisches Kolloquium Loccum | Freitag 21. – Sonntag 23. August 2015

Loccum 2015 widmet sich dem Subjekt, einem mehrdeutigen Begriffsbehälter, der bisweilen benutzt wird, um Ziel und Gegenstand von Bildung zu beschreiben. Gerade da der Begriff Subjekt nicht mit vorgeblich neutralen Begriffen wie Person oder Individuum gleichgesetzt werden kann, schließt er grundlegende Zusammenhänge und Legitimationen für die kunstpädagogische Praxis und Forschung auf und präzisiert diese.

In der Annahme, auf jemanden zu wirken, jemanden zu bilden, gründet die Herausforderung, dieses Gegenüber als jemanden zu denken, zum Beispiel als zu Bildende*n. Die Begriffe, die die Anderen bezeichnen, konstruieren diese Anderen auch. In der nachdenklichen Rede über das Subjekt ist also weit mehr, z.B. durchaus Institutionskritisches, enthalten als in der sogenannten Subjektorientierung der Didaktik, die oft Schülerorientierung meint. Deswegen möchten wir Subjekt als Analyseperspektive für die Kunstpädagogik ins Spiel bringen. Wie sprechen wir über das, was wir tun? Wie lassen sich die Anderen und die disziplinäre Beziehung zu ihnen fassen?

(… Weiterlesen)

Zurzeit läuft ein call for papers | Einsendeschluss ist 17. Mai 2015 | Kontakt loccum@gmx.net

Tagung: where the magic happens – Bildung mach der Entgrenzung der Künste

where the magic happens
Bildung nach der Entgrenzung der Künste

Tagung in Kooperation des Instituts für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln und der wissenschaftlichen Sozietät Kunst, Medien, Bildung e.V.

11. bis 13. Juni 2015, Universität zu Köln

Mit Beiträgen von Dana Caspersen (danacaspersen.com), Ulrike Hentschel (UDK Berlin), Heinrich Lüber (ZHdK Zürich), Karl-Josef Pazzini (Uni Hamburg/Berlin), Stefan Porombka (UDK Berlin) und vielen anderen mehr.

Die Künste haben das Gefängnis ihrer Autonomie verlassen. Im fortgeschrittenen 21. Jahrhundert reicht der Gegenstand künstlerischer Aktivitäten über die traditionellen Grenzen der Fächer Kunst, Musik, Tanz, Theater usw. hinaus in den medienkulturellen Alltag und bis ins wissenschaftliche Experimentieren hinein. Die Zuständigkeiten für das Wahre, Schöne und Gute sind unklar geworden. In einer von kultureller Globalisierung geprägten Welt konturieren sich Praktiken der Produktion von Bedeutung zwischen Künsten, Moral, Wissenschaft, Recht und Politik.
Mit dem postautonomen Verständnis von Kunst gehen zwei Bewegungen einher: zum einen wird im Zuge eines konsequenten Weltlichwerdens die Grenze zwischen Kunst und Nicht-Kunst destabilisiert, zum anderen vernetzen sich die Künste untereinander. Transzendentale Bezugspunkte für die traditionellen Sparten der Hochkultur gibt es nicht mehr. Nicht mehr im Ideal eurozentrischer Klassik, noch in der Reinheit des ungestörten White Cubes, Konzert- oder Theatersaals. Kunst findet statt im Global Contemporary. Im Hier und Jetzt und auf dem Boden alltagskultureller Tatsachen.
Das Tagungsvorhaben befasst sich mit den Bedingungen, Möglichkeiten und dem „magischen Potential“ der Bildung an/durch/mit den Künsten vor dem Hintergrund eines sehr deutlich erweiterten Begriffs von Kunst – fokussiert auf Performance, künstlerische Forschung und aktuelle Medienkultur.

Performance ist Experiment in und mit der Alltagswirklichkeit. Performer und Teilhabende machen außergewöhnliche Erfahrungen an den Grenzen des Üblichen. Wann und wie werden diese Erfahrungen ästhetisch, wann/wie sogar magisch? Was trägt solche prozesshaften Weisen des Erfahrens? Welche vorbildhaften performativen Formate und Methoden existieren in und zwischen bildender Kunst, Musik, Theater, Tanz, Bildung und Politik?Wie werden die für ästhetische Erfahrungen konstitutiven Entgrenzungen des Subjekts bildend wirksam?

Künstlerische Forschung ist Welterschließung durch künstlerische Praktiken. Wie/wann/wo können künstlerische Prozesse als Erkenntnisprozesse verstanden werden? Können künstlerische Forschungsprozesse als zeitgemäße, weil den gegenwärtigen kulturellen Umweltbedingungen angemessene Form der Produktion, Anwendung und Kommunikation von Wissen gelten? Gilt das für professionelle Forschungs- und/oder/auch Bildungszusammenhänge?

Aktuelle Medienkultur ist die natürliche Umgebung der Generation C. Die Künstler und Kreativen beziehen sich nicht mehr auf ein Feld der Kunst als Hochkulturmuseum, sondern auf die globale Zeitgenossenschaft als die von allen geteilte Welt. Sie gehen um mit komplexeren Formen von Darstellung und hypermedialer Intertextualität als jede Generation zuvor. Wo und wie geschieht hier die Magie? Welche ästhetischen Erfahrungen ermöglicht Post-Internet Art? Wie funktioniert ästhetische Bildung im Internet state of mind?

Anmeldung: kunst.uni-koeln.de/magie

Torsten Meyer
Julia Dick
Peter Moormann

Institut für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln: kunst.uni-koeln.de

Hinweis: Tagung an der Akademie der bildenden Künste Wien

Diskussionen zur gestalterischen und künstlerischen Praxis in Bildungsprozessen

Donnerstag 27. November 2014
im DEPOT, Breitegasse 3, 1070 Wien

veranstaltet von Lisbeth Freiß, Anna Pritz und Elisabeth Sattler
Institut für das künstlerische Lehramt/Akademie der bildenden Künste Wien

Die Arbeitstagung Gestaltung/Kunst/Bildung fragt nach Spielräumen für Bildungs- prozesse in den künstlerischen Lehramtsstudien. Ausgehend von der These, dass Bildungsprozesse von mehreren pluralen, heterogenen, vielleicht auch widerstrei- tenden Praktiken erschlossen werden, fokussiert die Tagung die künstlerische, die gestalterische und die kunstpädagogische Praxis. Sie ist somit den spezifischen bildungspolitischen Impulsen dieser drei Praxisfelder auf der Spur und fragt nach deren Differenzen sowie möglichen Synergien.

Workshop künstlerische Praxis:
Univ.-Prof. Mag. Martin Beck, Wien/New York

Workshop gestalterische Praxis:
Univ.-Prof. Mag. Christoph Kaltenbrunner, BSc./Wien

Workshop kunstpädagogische Praxis:
Prof.in Dr.in Tanja Wetzel/Kassel

Tagesplan:
10:00 Begrüßung und Einführung
10:30 – 12:30 Workshops (je mit Impulsreferat und Diskussion)
12:30 – 14:30 Mittagspause
14:30 – 16:30 Kurzpräsentationen aus den Workshops und Diskussion im Plenum
16:30 – 17:00 Kaffee
17.00 – 18:00 Ausblick

ab 19:00h gemeinsames Abendessen im Glacisbeisl/Museumsquartier

Kontakt und Anmeldung: Maria Schekolin/m.schekolin@akbild.ac.at
Mit der Bitte um Zusagen bis 15. November 2014

Hinweis: Kunstpädagogisches Forschungskolloquium 2014 in Loccum

ENT-SICHERN: Reflexionen kunst-/pädagogischer und wissenschaftlicher Prozesse
11. Kunstpädagogisches Forschungskolloquium vom 11.-14.09.2014 in Loccum

Prozesse der Sicherung und Entsicherung sind elementare Bestandteile von Forschung, künstlerischem Arbeiten und kunstpädagogischen Situationen. Erst durch Verschiebungen und Brüche wird Anderes sichtbar oder Neues denkbar (vgl. u.a. Koller, Meyer-Drawe). Diese komplexen Vorgänge lassen sich nur im begrenzten Maße initiieren, steuern, messen oder darstellen. Vielmehr zeichnen sie sich gerade durch Entzug und Unverfügbarkeit aus (vgl. u.a. Pazzini). Bildungsprozesse aber auch Forschungsprozesse werden immer wieder zum Wagnis und führen mitunter auf unwägbares Terrain.

Inwiefern können diese vielschichtigen Prozesse pädagogisch begleitet und für den wissenschaftlichen Diskurs zugänglich gemacht werden, ohne zugleich das Spezifische ihres Entzugs auszublenden? In Bezug auf Analyse und Darstellung stellt das Forschende vor methodische Herausforderungen, die (Un)Möglichkeit einer Beschreibung von Erfahrungs- und Bildungsprozessen mitzureflektieren.

Das Forschungskolloquium richtet sich an Nachwuchswissenschaftler_innen in der Kunstpädagogik und Ästhetischen Bildung und wird 2014 geleitet von Katja Böhme, Evelyn May, Susanne Schittler und Sabine Sutter.

  • Keynote: Gereon Wulftange (wiss. Mitarbeiter, Institut für Bildungs- und Transformationsforschung, Universität Hamburg): “Fremdes ent-sichern – Angst und Begehren als Moment in Bildungsprozessen?”
  • Performanceübungen mit Anna Stern (wiss. Mitarbeiterin, Universität Osnabrück, Performancekünstlerin)

Gefördert vom BDK e.V. (BDK Bundesverband und den Landesverbänden Berlin, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen) und der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung.

Weitere Informationen und Programm unter http://loccum.edublogs.org/

Tagung: Offensichtlichkeit

Tagung am Institut für Kunst- und Kunstwissenschaft, Universität Duisburg-Essen in Kooperation mit der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst | Medien | Bildung

26./27.6.2014

»Offensichtlichkeit«
offensichtlich ist, was offen liegt, sichtbar ist, sich zeigt oder zu zeigen scheint, hervortritt, auffällt, sich deutlich und erkennbar oder augenscheinlich macht. Doch für wen wird etwas offen sichtlich und was tritt in diesem Moment dahinter zurück? Das Zeigen schließt ein Nicht-Zeigen ein. Was gezeigt wird und sich zeigt ist nicht selten kalkuliert, konstruiert und choreografiert oder ist das Erwartete. Formen der Konstruktion zeigen sich in der zeitgenössischen Kunst und Fotografie oder werden mittels Methoden der Sozialwissenschaften rekonstruiert.
Die Tagung widmet sich dem Phänomen der Offensichtlichkeit. Es soll um ein Sich-Zeigen gehen, das nicht bloßes Zeigen mit Zeichen ist. Beiträge aus Philosophie, Kunst und den Bildungswissenschaften thematisieren Momente des Sichtbarwerdens und Sichtbarmachens bisweilen unsichtbarer oder offen liegender, aber übersehener Zusammenhänge.

ReferentInnen
Prof. Dr. Jeanette Böhme, Universität Duisburg- Essen
Dr. Manuel Zahn, Universität Hamburg

Donnerstag 26.06. CASINO
17.30 Begrüßung
17.45 Manuel Zahn, Universität Hamburg
Vortrag »Das Offensichtliche und seine Bildungen jenseits des Sichtbaren«
Koreferat Konstanze Schütze, Universität zu Köln
20.00 gemeinsames Abendessen

Freitag 27.06. SENATSSAAL
9.30 Kaffee
9.45 Jeanette Böhme, Universität Duisburg-Essen
Vortrag »(Bild-)Rekonstruktives Sichtbarmachen: Medienspezifische Formen sozialer Sinnstrukturen«
Koreferat Sabine Sutter, Universität Duisburg-Essen
12.30 Mittagspause
14.00 Museum Folkwang, Besuch der Ausstellung und Austausch »(Mis)Understanding Photography«
18.00 gemeinsames Abendessen

Veranstaltungsorte
Universität Duisburg-Essen Campus Essen
45141 Essen

CASINO
Reckhammerweg 3

SENATSSAAL
Universitätsstraße 2 Raum: T01 S04 B34

Anmeldung
kunstdidaktik@uni-due.de

Veranstalter
Prof. Dr. Christine Heil | Sabine Sutter, Universität Duisburg-Essen
Prof. Dr. Torsten Meyer | Konstanze Schütze, Universität zu Köln
Wissenschaftliche Sozietät Kunst | Medien | Bildung

Download Tagungs-Flyer

Folge-Camp: Was bedeutet „Forschungsorientierung“ für die Lehrerbildung?

„Was bedeutet ›Forschungsorientierung‹ für die Lehrerbildung?“ Zu dieser Fragen hatte im Juni diesen Jahres eine Tagung der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst|Medien|Bildung|an der Universität Osnabrück stattgefunden. Entwicklungen von Studiengangs-Curricula und Vernetzungen zwischen Hochschule, Schule und Studienseminaren aus Sicht des Zentrums für Lehrerbildung und von Kunstdidaktiker_innen, sowie laufende Pilot-Projekte zum forschenden Studieren wurden in 5 Beiträgen aus in Deutschland und der Schweiz vorgestellt und diskutiert. Da aktuell die meisten Hochschulstandorte die Bologna-Vorgaben einer Forschungsorientierung in den Master-Studiengängen und die Konzeptionierung eines Praxis-Semesters für die Lehramts-Studiengänge zu bewältigen haben, wurde von allen Tagungsteilnehmenden ein nächstes campartiges Arbeitstreffen verabredet, das nun in Kooperation mit der UDK Berlin stattfindet:

Freitag, den 15.11.2013
11-17 Uhr an der UdK in Berlin

Hardenbergstraße 33, 10623 Berlin,
3 min Fußweg vom Bahnhof Zoologischer Garten.

Wer Interesse hat, ist eingeladen, einen eigenen Beitrag mitzubringen: Fallbeispiele, akute Fragen und Überlegungen zur »Forschungsorientierung in der Lehrerbildung« sowie konkrete Seminar-Entwürfe oder Forschungs-Szenarien im Praxis-Semester der Master-Studiengänge. Gearbeitet werden soll in parallelen Gruppen und im World-Café-Format. D.h. es gibt keine Referent_innen-Liste, gearbeitet wird mit dem, was mitgebracht wird!
Für die Getränke werden wir um einen Kostenbeitrag vor Ort bitten.

Kontakt:
Christine Heil (Wissenschaftliche Sozietät Kunst Medien Bildung)
Anne Zimmermann (UdK Berlin)

Tagung: Was bedeutet „Forschungsorientierung“ für die Lehrerbildung?

28.6.2013, 9:30 – 16:30 Uhr

Universität Osnabrück
Fachgebiet Kunst / Kunstpädagogik
Seminarstr. 33
Raum 05/302
49074 Osnabrück

Was bedeutet „Forschungsorientierung“ für die Lehrerbildung?
Laut Vorgaben aus Bologna sollen Bachelor-Studiengänge bereits „berufsqualifizierend“ sein, Master-Studiengänge sollen deutlich Richtung Forschung orientiert werden. Was bedeuten diese Vorgaben für die gestuften Studiengänge in der Lehrerbildung? Wann und wie sollten Schul-Praktika stattfinden? Was heißt „Forschungsorientierung“ im Master-Studiengang? Was soll wozu erforscht werden? In welchem der potentiell drei in Frage kommenden Fächer, mit denen Lehramtsstudierende in der Regel befasst sind, soll geforscht werden? Welche Rolle kann „Forschendes Lernen“ als (hochschul)didaktisches Konzept spielen? Wie ist eine Forschungsorientierung speziell im Fach Kunst zu denken, wenn Kunst und Wissenschaft als unterschiedliche Denkmodelle ernst genommen werden? Was könnte hier Artistic Research bedeuten?

Mit diesen Fragen ist zurzeit befasst, wer in der universitären Lehrerbildung Lehre und Forschung gestaltend tätig ist. Die aufgeworfenen Fragen sollen nicht erneuten Anlass für weiteres BA/MA-Bashing bieten, sondern einen produktiven Austausch über die föderalen Grenzen hinweg initiieren und Konzepte diskutieren, die sowohl aus der Perspektive der Lehrerbildung als auch aus der Perspektive von Kunst und Wissenschaft sinnvoll sind.

Programm

9:30 Ankommen, Kaffee

10:00 Begrüßung

10:15 Yoshiro Nakamura (Universität Osnabrück)
Lehrerbildung in Niedersachsen im Spannungsfeld von Grundlagenforschung und beruflicher Handlungskompetenz

10:45 Andreas Brenne (Universität Osnabrück)
Das neue Praxissemester und die Kunstdidaktik – eine Problemanzeige

11:15 Kaffeepause

11:30 Anna Schürch und Danja Erni (ZHdK Zürich)
Das Modell FLAKS (Forschungslabor für Künste an Schulen)

12:30 Mittagspause

14:00 Julia Ziegenbein (Universität zu Köln)
Zur Aktualität Ästhetischer Forschung für die LehrerInnenbildung am Beispiel des Projekts „Forschendes Lernen“ an der Universität zu Köln

14:30 Ruppe Koselleck (Universität Osnabrück)
Unter einem PKW versteht man ein pädagogisches Kunstwerk – Experimentelle Kunstvermittlung als anwenderfreundliche Spagatforschung zwischen Kunst und Wissenschaft auf der Suche nach den Strategien einer künstlerischen Didaktik.

15:00 Kaffeepause

15:15 Diskussion

16:30 Ende der Tagung

Download Programmflyer

Kontakt und Anmeldung

Sekretariat Fachgebiet Kunst
Universität Osnabrück

Esther Kutzner
Seminarstraße 33
49069 Osnabrück
Tel. 0541 – 969 – 4225

kunst@uni-osnabrueck.de

Tagung: Subjekt Medium Bildung

Kooperation der wissenschaftlichen Sozietät Kunst, Medien, Bildung und des Theorieforum Medienpädagogik

Torsten Meyer / Benjamin Jörissen

Mit Beiträgen von: Manfred Faßler, Peter Foos, Norm Friesen, Christoph Girardet/Volker Schreiner, Simon Grand/Johannes M. Hedinger, Benjamin Jörissen, Christoph Koenig, Gesa Krebber, Eckart Liebau, Norbert Meder, Torsten Meyer, Karl-Josef Pazzini, Olaf Sanders, Konstanze Schütze, Manuel Zahn

22.- 24. März 2012, Universität zu Köln

Programm
Anmeldung

Konzeption

Das Tagungsvorhaben befasst sich mit dem zunehmend offensichtlicher werdenden Missmatch von wesentlich auf das 18./19. Jahrhundert zurückgehenden theoretischen Konzeptionen von Bildung, die diese als ein auf das Subjekt als Individuum (und das Individuum als Subjekt) bezogenes Phänomen denken, und den wesentlich auf kollaborativen und netzwerkförmigen sozio-technischen Prozessen beruhenden Bildungs-Praktiken in globalen, digitalen Kommunikationsnetzen.

Veränderte Medialität führt zu veränderter Subjektivität: diese mediologische These im Schnittfeld von Medien- und Bildungsgeschichte(n) soll im Zentrum der Tagung stehen. Nichts ist so gravierend für das Selbst-Verständnis einer Gesellschaft wie die geschäftsführenden Verbreitungsmedien (Luhmann). So war das Buch nicht nur in metaphorischem Sinn das bevorzugte Behältnis der großen Erzählungen. Mit der massenhaften Reproduktion des druckbaren Wissens nahm auch die Erzählung von der „Bildung des Menschen“ (Humboldt) als Bücher lesendes Individuum ihren Lauf. Und auch der Individualisierungsschub, den die Erfindung der Zentralperspektive als Abbildungstechnologie, Symbolische Form (Panofsky) und als imaginäre Struktur ausgelöst hat, war der Entstehung des wohl definierten und autonomen, bürgerlichen Subjekts mehr als zuträglich. Sind es aber die Strukturaspekte gesellschaftlicher Leitmedien, in denen Subjektivität entsteht und geformt wird, muss diese im Kontext radikaler Leitmedienwechsel immer wieder hinterfragt werden.

In der „informatisierten Gesellschaft“ – nun in der Version 2.0 – verliert das alte Prinzip,

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